Auswärts weitere drei Punkte gesichert

SV Wittendorf – TSV Ehningen 1:3 (0:1)

0:1 45. Min. George Berberoglu
0:2 57. Min. George Berberoglu (Foulelfmeter)
0:3 78. Min. Kenan Kasikci
1:3 85. Min. Tobias Armbruster

Vor dem Spiel war klar, dass der TSV seine zuletzt so erfolgreiche Anfangsformation ändern muss. Für den am Mittwoch verletzten Bastian Bothner rückte Spielertrainer George Berberoglu in das Team. Umgekehrt musste der SV Wittendorf auf seinen Spielertrainer Christian Braun verzichten (Leistenprobleme), auch er Teil eines Duos zusammen mit Stefan Jäckle. Nach der „Kampfansage“ des SV Wittendorf über die sozialen Medien war es interessant, wie sich die Blaugelben „an der langen Furche“, dem Sportgelände des Gastgebers, schlagen würden. Die mindestens 350 Zuschauer sorgten auf jeden Fall für eine imposante Stimmung.

Der TSV Ehningen startete gut in diese Partie. Das schlug sich in zwei guten Chancen durch Kapitän Timo Paetzold und Cucci Berberoglu per Kopf nieder. Wittendorf überließ in dieser Phase komplett den Gästen die Initiative. Als sich dann nach etwa zwanzig Minuten das Spiel ausgeglichener entwickelte, hatte auch der Gastgeber zwei Chancen. Nach einem Standard ging ein Kopfball knapp über das Tor. Dann spielte Sandro Bossert einen Doppelpass mit Sandro Mihic, scheiterte aber im 1-1 am hervorragend reagierenden Mustafa Görkem. Gerade in der Schlussphase der ersten Halbzeit, als der Gastgeber das Spiel mehr zu dominieren begann, schlug der TSV zu. Zunächst scheiterte George Berberoglu in der 40. Minute knapp, als sich Kevin Flaig durchgespielt hatte und er seinen Pass zehn Meter vor dem Tor nicht verwerten konnte. Dann setzte sich der Tabellenführer doch noch durch. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff fand ein Eckball von Marcel Berberoglu den Kopf seines Cousins George, der platzierte ihn zum 0:1 ins Netz.

Unterstützt von der beindruckenden Heimkulisse versuchte der Gastgeber in der zweiten Halbzeit zum Ausgleich zu kommen. Dies unterstrich eine richtig gute Aktion in der 50. Minute, als Mustafa Görkem sein ganzes Können aufbieten musste, um den Ball zu entschärfen. Ehningen stand hinten ansonsten gut und setzte Nadelstiche. So einer führte zu einem Foul am agilen Kevin Flaig: Der Unparteiische entschied in der 56. Spielminute auf Elfmeter für den Gast. George Berberoglu ließ sich eine Zeigerumdrehung später diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 0:2. Wittendorf spielte lange Bälle, zeigte enorme körperliche Präsenz und versuchte alles, dem Spiel eine Wendung zu geben. Umgekehrt stand Ehningen gut, verteidigte clever und war in den Zweikämpfen auch meist einen Tick ausgebuffter. So konnte man in der 78. Minute sogar auf 0:3 erhöhen. Wieder der junge Kevin Flaig hatte auf Kenan Kasikci schön in die Tiefe gespielt und dieser stupfelte den Ball gefühlvoll in die Maschen. Danach hätte Ehningen im Konter sogar noch erhöhen können – der Gastgeber steckte aber nicht zurück. Insofern verdiente er sich auch das 1:3, als ein langer Ball mit dem Kopf verlängert wurde und Tobias Armbruster einen Schlenzer im langen Eck versenkte. Auch danach versuchte der SVW alles, allerdings blieb es bei diesem Ergebnis, das sich der TSV Ehningen auch wahrlich verdient hatte.

Fazit: drei wichtige und hart erarbeitete Punkte gehen an die Schalkwiese und das zählt. Das Team bleibt auch am Ende der dritten englischen Woche am Stück leistungsstark und liefert einen Sieg nach dem anderen. Positiv das „Comeback“ von Cucci Berberoglu (den manche schon ein wenig abgeschrieben haben), die mannschaftliche Geschlossenheit und Leistungsfähigkeit sowie die Tatsache, dass man nun bis zum nächsten Spiel endlich mal 8 Tage Pause hat!

TSV Ehningen:
Mustafa Görkem, Yannick Bartmann, Metehan Kizilagil, Kevin Schuster, Marcel Berbeoglu, Timo Paetzold, Kenan Kasikci, Raphael Bartmann (72. Artan Ademi), Kevin Flaig (82. Marcel Krause), Ibrahim Mohammadou (79. Fabian Fais), George Berberoglu (63. Felix Meyer).

Zuschauerkulisse in Wittendorf

0:1 – jubelnde Ehninger Spieler

0:2 – der Elfmeter von Cucci Berberoglu sitzt

Vor dem 0:3 – der Torschütze Kenan Kasikci am Ball

Der Torschütze dreht ab (Nummer 14)