Entscheidende Partien am Wochenende?!

Dieses Wochenende kann in verschiedener Hinsicht entscheidende Ergebnisse bringen.

Im Bezirksligaspiel beim VFL Herrenberg geht es darum „den Sack zuzumachen“ und die Meisterschaft möglichst unter Dach und Fach zu bringen.
In der Kreisliga B steht das vermutlich richtungsweisende Duell Zweiter gegen Tabellenführer an. Unsere Jungs können durch ein gutes Ergebnis den Verfolger auf Distanz halten. Dazu bedarf es alles abzurufen!

VFL Herrenberg – TSV Ehningen

Das Fazit nach dem letzten Spiel gegen Maichingen lautete, dass das Team der Blaugelben die spielerische Leichtigkeit und Klasse wieder mehr und mehr aufblitzen lässt – einzig die Chancenverwertung hinkt dem hinterher. Sollte sich letzteres wieder einstellen, spricht nichts dagegen, einen Sieg oder ein Unentschieden zu holen und damit die Meisterschaft endgültig unter Dach und Fach zu bringen.

Kleiner Wermutstropfen ist der Ausfall von Timo Paetzold, dessen Übersicht und ordnende Hand sowohl am Sonntag als auch im Pokalfinale am Donnerstag fehlen wird. Das TSV-Trainerduo wird gemeinsam mit dem Team eine Lösung präsentieren. Ansonsten zeigte der Kader des Tabellenführers auch bisher immer wieder, dass variabel reagiert werden kann.

Beim VFL Herrenberg erfolgreich zu sein ist allerdings kein Selbstläufer. Vor der Runde gemeinsam mit Ehningen als Favorit auf einen vorderen Platz hinter Maichingen gehandelt, kam die Mannschaft erst zum Ende der Vorrunde so langsam in Schwung. In der Tabelle reicht es bedingt durch die Serien des TSV und des SV Deckenpfronn daher bisher zu Rang 4 mit der Perspektive noch Dritter werden zu können. Die Rückrundenausbeute liegt auf Augenhöhe mit allen Spitzenmannschaften! Beachtlich ist vor allem die Heimstärke des Gastgebers: Rang 2. hinter dem TSV steht dabei zu Buche, auch wenn die Punktausbeute mit 27 doch um einiges hinter der der Blaugelben (36) zurückbleibt.

Zuletzt gab es für Herrenberg 3 Siege (Nagold, Waldenbuch, Fortuna Böblingen) in Folge, insofern wird man die Partie mit dem Ansinnen beginnen, dort anknüpfen zu können.

Zur Ausgangslage in Sachen Meisterschaft ist zu erwähnen, dass es das Restprogramm des SV Deckenpfronn in sich hat. Haiterbach (A), Maichingen (H) und Herrenberg (A) lauten die Gegner. Wenn man als Maßstab die Spiele die der TSV gegen diese Gegner ausgetragen hat nimmt, sind diese beileibe kein Garant für weitere 9 Punkte und 13 Tore die aufzuholen wären. Gelassenheit ist also Trumpf bei den Blaugelben!

TSV Hildrizhausen – TSV Ehningen II

Seit Wochen schreibt die Presse die Leistungen des TSV Hildrizhausen groß und versucht damit Druck auf unsere Zweite aufzubauen!

Was ist passiert? Der Gastgeber hat in der Rückrunde bisher 3 Punkte mehr geholt als der Tabellenführer, der allerdings seinerseits noch 3 Punkte Vorsprung vorweisen kann. Dadurch dass das Torverhältnis der „Hausemer“ besser ist, steht heute die Tabellenführung auf dem Spiel. Diese haben die Gäste am vierten Spieltag übernommen und bis heute nicht mehr abgegeben!

Wenn man sich die Ausgangslage vor der Runde anschaut wird deutlich, dass der TSV Hildrizhausen in dieser Partie mehr zu verlieren hat. Im vergangen Jahr war der ehemalige Verbandsligist in der Aufstiegsrelegation gescheitert. Insofern wurde als Ziel klar der Aufstieg apostrophiert. Diese Favoritenrolle sahen auch alle gegnerischen Trainer und Experten so und daran hat sich nichts geändert. Dem gegenüber hat Ehningen’s Zweite durch das sichere Erreichen des Relegationsplatzes die Erwartungen mehr als übertroffen. Platz 1 und die Meisterschaft wäre das Sahnehäubchen obendrauf und ein ursprünglich nie für möglich gehaltener Erfolg!

Die Frage ist also, ob die neu formierte Zweite des TSV Ehningen auch auf der Zielgerade der Saison ihre Pole-Position behaupten kann. Dabei wird es auf die Stabilität in der Defensive ebenso ankommen, wie auf die Effizienz in der Offensive. Bei beidem hatte die Mannschaft in der Saison schon hervorragendes geleistet.

Man darf also gespannt sein, wer das Duell am Schönbuchrand für sich entscheiden kann. Für den TSV Ehningen ist es schon ein Erfolg, dass die eigene Zweite auf Augenhöhe mit dem früher übermächtig wirkenden Gegner agiert. Das Spiel der Vorrunde wurde jedenfalls mit 2:0 gewonnen. Zusätzlichen Reiz in der Partie übt die Tatsache aus, dass zahlreiche Spieler schon für beide Farben angetreten sind.

(Wolfgang Peuker)