Nochmal ein Dreier im letzten Spiel des Jahres!


TSV Ehningen – VFB Bösingen 3:0 (0:0)

1:0 49. Min. George Berberoglu (Foulelfmeter)
2:0 82. Min. Gökhan Akyüz
3:0 84. Min. Gökhan Akyüz

Die sonntäglichen Gegner bekundeten bereits vor der Begegnung ihren gegenseitigen Respekt, begründet mit dem engen Spiel zum Saisonauftakt, den Leistungen in der Vorrunde und den jeweils eher unspektakulären aber nicht erfolglosen 16 Partien der Hinserie.

Der Gast aus Bösingen übernahm in der ersten Phase der Begegnung mehr die Initiative als der gastgebende TSV. Zu selten gelang den Blaugelben ein konstruktiver Spielaufbau. Aber auch der VfB tat sich zunächst schwer Chancen zu erspielen, da die Spielkunst zumeist am 16er endete. Insofern spielte sich fast wie zu erwarten war in dieser Partie im ersten Durchgang viel im Mittelfeld ab. Beide Teams belauerten sich, wollten keinen Fehler machen und dem Gegner nicht ins offene Messer laufen. Die leichten Vorteile für den landesligaerfahrenen Gast führten dann doch zu zwei Chancen, allerdings ging eine davon neben das Tor, bei der zweiten zeichnete sich Mustafa Görkem im Tor aus. In der letzten Phase des ersten Durchgangs kam Ehningen besser zum Zuge und das Spiel wurde noch ausgeglichener.

Entschlossener kam der TSV aus der Kabine. Den ersten Akzent im zweiten Durchgang setzten die Blaugelben, als Gökhan Akyüz nach einer schönen Flanke von Metehan Kizilagil knapp einen Treffer verpasste. Nur zwei Zeigerumdrehungen später war dann schon die Führung der Lohn. Valmir Mustafa war im Strafraum gefoult worden, der Routinier und Teil des Trainerduos George „Cucci“ Berberoglu ließ sich diese Chance nicht nehmen und vollendete per Strafstoß zum 1:0. Dieser Treffer schien bei den Blaugelben einen Ruck auszulösen. Plötzlich neigte sich das Spiel mehr und mehr dem Heimteam zu. Man agierte nun feldüberlegen. Clever und zum Teil sehr souverän agierten die Mannen, die von Javier Klug und seinem Pendant in der Halbzeit wohl auch wieder einmal optimal für die entstandene Spielsituation eingestellt wurden. Einzig der knappe Vorsprung ließ weiter bangen. Die nächste Chance für den TSV hatte der eingewechselte Samet Kibar, der nach einem sehenswerten Konter scheiterte. Kurz darauf drückte sich die Überlegenheit dann endlich in Toren aus. Der wiedergenesene Gökhan Akyüz zeigte seine Klasse, allerdings profitierte er jeweils von seinen Mitspielern, die ihn mit punktgenauen Zuspielen versorgten. Zunächst war es Ali Cetin der den Sturmführer in Position brachte indem er an der Mittellinie den Ball durchsteckte und sich der Goalgetter im 1-1 souverän durchsetzte. In der nächsten Szene ließ sich Fabian Fais nicht lumpen und machte es seinem erfahrenen Kollegen nach. Er spielte ebenso präzise zu Gökhan Akyüz, der mit dem 3:0 wieder im alleinigen Duell mit dem Torhüter seinen zweiten Treffer an diesem Tag mit einem cleveren Lupfer gleich folgen ließ. Das Spiel war entschieden und hatte mit dem in der zweiten Halbzeit immer besser spielenden TSV Ehningen seinen verdienten Sieger gefunden.

Nach dem letzten Spiel im Jahr 2019 hat der TSV Ehningen nach 17 Spielen nun 25 Punkte in der Landesliga auf dem Konto. Darauf hätte im Frühjahr wohl kaum jemand gewettet. Allerdings ergibt sich eine Analogie zur gesamten Spielzeit 2018/19 wo man auch aus einer Außenseiterposition heraus alle Außenstehenden überraschte, damals verschaffte man sich einen entscheidenden Vorsprung in der Bezirksliga dem der Aufstieg und Pokalsieg folgte. Diesmal hat man noch nichts erreicht, ist aber für die Vorbereitung im Winter und die Punktspiele in 2020 in einer sehr guten Ausgangsposition. Der 7. Tabellenplatz täuscht etwas darüber hinweg. Man ist der „Tabellenführer im Abstiegskampf“ hat aber mit 6 Punkten auf den direkten Abstiegsplatz nur einen Meilenstein erreicht und noch lange nicht das Ziel.

TSV Ehningen:
Mustafa Görkem, Fabian Mücke, Marcel Berberoglu, George Berberoglu, Timo Paetzold, Metehan Kizilagil, Valmir Mustafa, Cedric Fais (46. Samet Kibar), Ali Cetin (88. Andrei Ulici), Fabian Fais, Gökhan Akyüz (88. Eric Grässer).

(Wolfgang Peuker)